Biereigel, Hans: Oranienburg in alten Ansichten - Band 2
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Es gab zwei Epochen, die Oranienburg nachhaltig geprägt haben. Nach dem 30-jährigen Krieg lag die damals Bötzow genannte Ortschaft in Schutt und Asche. Doch die Gemahlin des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, Luise Henriette, fand Gefallen an dem Dorf und förderte es, so dass der Kurfürst im Jahr 1653 Oranienburg zur Residenzstadt erhob. Ein tiefen Fall der Stadt markiert hingegen die Zeit des dritten Reiches: Mitten in der Stadt entstand eines der ersten Konzentrationslager, später kam das KZ Sachsenhausen hinzu. Zum Kriegsende wurde die heutige fünft größte Stadt Brandenburgs durch Bombardements fast komplett zerstört. Der Luisenplatz heißt heute Schlossplatz. Namensgeberin für das 1858 von Wilhelm Wolff geschaffene Denkmal ist Kurfürstin Luise Henriette von Oranien-Nassau. Sie hat sich 1649 bei einem Jagdausflug in Bötzow/Oranienburg an ihre Heimat Holland erinnert gefühlt. Der Kurfürst machte es ihr zum Geschenk. Sie holte später Siedler aus den Niederlanden und förderte moderne Manufakturen, die dem verarmten Städtchen einen Aufschwung bescherten. 2. Auflage 1992, Europäische Bibliothek, Zaltbommel, NL, Klein-Querformat, Festeinband gebunden, keine Seitenzahlen mit zahlr. s/w Bilder und Abb., Zustand: I