Produktbeschreibung
Was bleibt von einem Menschen, wenn Krieg, Gefangenschaft und Ideale zerbrechen? Diese Frage bildet den Kern des zweiten Bandes von Günther Domaschkes Erinnerungen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beginnt für ihn ein neuer Kampf: der Kampf ums Überleben in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Im Mai 1945 gerät er in Gefangenschaft und erlebt Hunger, Durst, Krankheit, Gewalt und die völlige Entwurzelung eines Menschen, der nicht weiß, wann - oder ob - er seine Heimat wiedersehen wird.
Offen und schonungslos schildert Domaschke den langen Weg von den ersten Märschen durch das zerstörte Deutschland über verschiedene Lager bis in die Sowjetunion. Er erzählt von Kameradschaft und Misstrauen, von kleinen Gesten der Menschlichkeit und erbarmungsloser Härte. In den Arbeitslagern wird das Überleben zum täglichen Kampf. Schwere körperliche Arbeit, Kälte, Krankheit und Hunger bestimmen den Alltag. Zwischen Kohlegruben, Baracken und Arbeitskommandos verschwimmen die Grenzen zwischen Erschöpfung, Hoffnung und Verzweiflung.
Doch Die verlorene Unschuld - Band 2: Kondemnation - Verdammung/Verurteilung" ist weit mehr als ein Bericht über sowjetische Kriegsgefangenschaft. Es ist die Geschichte eines Mannes, der gezwungen ist, über seine Vergangenheit, seine Entscheidungen und die Ideale nachzudenken, an die er einst glaubte. Die Gefangenschaft wird dabei nicht nur zur körperlichen Prüfung, sondern auch zu einer Auseinandersetzung mit Schuld, Verantwortung, Menschlichkeit und der Frage, was nach dem Zusammenbruch einer ganzen Weltanschauung bleibt.
Wie lange kann ein Mensch unter Hunger, Entbehrung und Ungewissheit bestehen - und was bleibt von seinen Überzeugungen, wenn am Ende nur noch der Wille zum Überleben zählt?
336 Seiten, 8 s/w Fotos, Broschur