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Beer, Lukas: Hitlers Tschechen


Produktbeschreibung

Dieses umfangreiche Buch mit vielen bisher unveröffentlichten Bildern macht als erstes Werk der tschechischen Nachkriegsliteratur seine Leser wahrheitsgetreu und fundiert mit der deutschen Politik im Reichspotektorat Böhmen und Mähren vertraut. Der Brünner Autor zeigt am Beispiel der ideologischen Erziehung der tschechischen Jugend im Protektorat, daß der Tscheche in diesem „neuen Europa" einen gleichwertigen Platz neben dem Deutschen einnehmen sollte. 1942, drei Jahre nach der Errichtung des Protektorats, wurde mit der Gründung des „Kuratoriums für Jugenderziehung in Böhmen und Mähren" ein wichtiger Versuch der Lösung der „tschechischen Frage" in die Wege geleitet. Die Tschechen sollten mit den Deutschen absolut gleichberechtigt an den sozialen und kulturellen Errungenschaften des Dritten Reiches teilhaben. Von den höchsten Stellen (Himmler, Reichsjugendführung, K. H. Frank) aufwendig unterstützt, gelang es dem Jugendkuratorium, die Hälfte der tschechischen Jugend in seinen Reihen zu erfassen. Diese Organisation wollte aus jungen Tschechen zuerst eine nationalsozialistisch denkende, starke und gesunde, tschechisch-nationale und gleichzeitig reichstreue Jugend erziehen, die mit der Generation ihrer Väter und Großväter und deren „deutschfeindlich-chauvinistischem" Gedankengut ideologisch endgültig brechen sollte.
Durch seine kritische Betrachtung und Auswertung historischer Quellen führt Lukas Beer die peinlich gepflegten Mythen vom betrüblichen Leben im Protektorat ad absurdum. Der Autor geht sogar darüber hinaus und belegt, daß die Zahl der tschechischen Soldaten, die Schulter an Schulter mit deutschen Soldaten in der Wehrmacht kämpften - und fielen - war weitaus höher als bisher angenommen.
Diese Studie beschreibt sehr akribisch nicht nur den damaligen ideologischen Kampf um die tschechische Jugend, deren „Elite" in erstaunlich hoher Zahl zum Studium an Napola-Schulen im Reich zugelassen, in die SS aufgenommen und an Hochschulen des Reiches ausgebildet werden sollte.
Das mit exakten Quellennachweises versehene Buch ist nicht nur für Leser, die an der spannungsbeladenen tschechisch-(sudeten)deutschen Geschichte interessiert sind, ein Muß.
 
820 Seiten, 174 Fotos, Karten und Zeichnungen, Festeinband, gebunden

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